Offizieller Startschuss für Automotive Center an der Hochschule Ulm

Einrichtung soll als Zentrum für Lehre, angewandte Forschung und Technologietransfer in der Fahrzeugsystemtechnik dienen



Ulm, 22.04.2014 – Am Mittwoch, 23.04.2014, ab 10:30 Uhr feiert die Hochschule Ulm die Eröffnung ihres Automotive Centers. Zum offiziellen Startschuss für das millionenschwere Großprojekt wird Dr. Simone Schwanitz, Amtschefin des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, ein Grußwort an die Gäste aus Lehre, Forschung, Industrie und Politik richten. Für einen Fachvortrag zum Thema „CO²-Emission und Energiemanagement“ konnte Dr. Peter Gebhard, Leiter der gleichnamigen Abteilung bei der AUDI AG, gewonnen werden.

„Das Automotive Center hat für die Hochschule sowohl in Lehre und angewandter Forschung, als auch für den Technologietransfer, insbesondere mit den in der Region ansässigen Unternehmen, große Bedeutung“, erklärt Hochschul-Rektor Professor Achim Bubenzer. „Unsere Studierenden können hier Fahrzeugsystemtechnik nach modernsten Stand der Technik erfahren.“

Der Komplex, der Teil des Instituts für Fahrzeugsystemtechnik (IFS) der Hochschule ist, verfügt neben Labor-, Büro- und Werkstatträumen über drei große Prüfstände auf Industrieniveau: Einen Mobilhydraulik-Prüfstand, einen Rollenprüfstand und einen Motorenprüfstand. Von der Idee über Antragsstellungen und Genehmigungsverfahren bis zur Fertigstellung waren zehn Jahre beständiger Einsatz von Professoren und Mitarbeitern gefragt, um das Automotive Center an der Hochschule Ulm zu realisieren. Die Prüfstände sind sowohl in der fakultätsübergreifenden Lehre als auch in anwendungsorientierten Forschungsprojekten in der Fahrzeugtechnik, Fahrzeugelektronik und Mobilhydraulik im Einsatz.

Für die Einrichtung des Automotive Centers wurden im Laborgebäude an der Prittwitzstraße, dem „F-Bau“, rund 800 Quadratmeter für ihren neuen Zweck umgebaut. Das Gesamteinrichtungsbudget dieses Technologietransfer-Centers für Fahrzeugsystemtechnik beläuft sich auf mehr als fünf Millionen Euro. Die Baukosten von knapp zweieinhalb Millionen wurden zu einem Großteil aus Bundes- und Landesfördermitteln bestritten. Zu den erforderlichen technischen Voraussetzungen zählen die Ausrüstung des Automotive Centers mit einer leistungs¬fähigen Elektroanlage inklusive eines 20 Kilovolt-Transformators sowie die Installation der Sicherheitstechnik und einer Kühlanlage für die Kühlung der Prüfzellen und des Verbrennungsmotors im Motorprüfstand.

Die Investitionen für die Infrastruktur und die Prüfstände wurden dabei zu 500.000 Euro für den Rollenprüfstand und 800.000 Euro für den Motorenprüfstand von der Hochschule Ulm getragen. Der Mobilhydraulik-Prüfstand der Bosch Rexroth AG wurde mit 1,3 Millionen Euro finanziert und aufgebaut. Er dient der Hochschule Ulm in erster Linie für die Lehre, während Bosch Rexroth firmeneigene Projekte durchführt. Die enge Zusammenarbeit von Hochschule und Unternehmen in Lehre und angewandter Forschung ist im Rahmen eines Kooperationsvertrages geregelt, unter anderem für die praxisbezogene Ausbildung und die Qualifizierung.





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Das Spezialisten-Team bei der Einrichtung des Mobilhydraulik-Prüfstandes im neuen Automotive Center der Hochschule Ulm. (Bildquelle: Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Ulm)

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Monica Natale
© April 2014