Neues Zentrum für angewandte Forschung an der Hochschule Ulm

Forschungsgruppe will Millimeterwellen-Sensorik zur Anwendungsreife bringen

Die Hochschule Ulm freut sich über eine Förderzusage zur Einrichtung eines neuen Forschungsverbundes, der sich mit der Entwicklung anwendungsspezifischer Sensoren für industrielle Anwendungen beschäftigt. Das Forschungsprojekt „MikroSens“ wird durch das Land Baden-Württemberg im Rahmen der vierten Förderrunde des Programms „Zentren für Angewandte Forschung an Hochschulen für angewandte Wissenschaften“ (ZAFH) mit rund 1,3 Millionen Euro gefördert.

Der Forschungsverbund, in dem sich neben der Hochschule Heilbronn und der Hochschule Pforzheim auch die Universität Ulm engagiert, wird federführend von der Hochschule Ulm koordiniert. Professor Volker Reuter, Rektor der Hochschule Ulm, zeigte sich beim Kick-off des Forschungsprojekts überzeugt von der Leistungsfähigkeit der Forschung an Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW): „Das Vorhaben ist beispielhaft, weil es ein hochschulartenübergreifendes Kooperationsprojekt ist, das in enger Zusammenarbeit mit der Industrie durchgeführt wird.“

Mit dem Forschungsprojekt sollen bereits bestehende Technologien angepasst und so für andere Anwendungen verwendbar gemacht werden. „In der Automobilindustrie gibt es im Bereich der Fahrassistenzsysteme und der Radarsensorik Mikrosensoren, die wir nutzen und in ganz andere Anwendungsbereiche bringen wollen“, erklärte Projektleiter Professor Thomas Walter den Ansatz des Projekts. Dadurch sollen neue industrielle Applikationsfelder sowie innovative Produkte erschlossen und Multiplikationseffekte erzeugt werden. „Ziel ist letztlich der Wissenstransfer zu Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft sowie die nachhaltige Verwertung der Projektergebnisse“, so Projektpartner Professor Hubert Mantz.

Ein neues Anwendungsszenario für innovative Millimeterwellen-Sensorik könnte beispielsweise die Messung des Boden- und Straßenzustandes sein, um im Winter Streusalz gezielt nur an gefrorenen Stellen einsetzten zu müssen. Im Bereich der Gewässersensorik könnten sie außerdem zur berührungslosen Messung von Wasserpegeln oder Strömungsgeschwindigkeiten genutzt werden. Darüber hinaus finden sich aber auch in der Industrieautomatisierung, der Mediensensorik und der Medizintechnik neue Applikationsfelder.

Ministerin Theresia Bauer war bei ihrem Besuch höchst erfreut über die Entwicklung der Hochschulen für Angewandte Forschung im Land Baden-Württemberg. „Die Digitalisierung verändert die Industrie und fordert Qualität und Tempo in diesem Bereich“, so die Ministerin. „Die anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung der HAW ist eine Chance für unser Land, diesen Weg der Veränderung zu beschreiten und sich der Industrie 4.0 anzupassen. Das Projekt ‚MikroSens‘ ist ein Ausdruck davon, wie erfolgreich die Hochschule Ulm in diesem Bereich ist.“ Es stärke nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der Hochschule, sondern insbesondere auch den Wissenschaftsstandort Ulm. In einem anspruchsvollen Auswahlverfahren konnte sich das Projekt durchsetzen und wurde aus insgesamt 24 Anträgen ausgewählt. Zunächst wird es für eine Dauer von drei Jahren gefördert, bei einer positiven Begutachtung der Forschungsarbeit kann die Förderung jedoch auf insgesamt fünf Jahre verlängert werden.





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Frau Ministerin Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, freut sich gemeinsam mit Prof. Dr. Volker Reuter (re.), Rektor der Hochschule Ulm und Frau Iris Teicher (li.), Kanzlerin der Hochschule Ulm, die Förderzusage für das Projekt "MikroSens" an die Forschergruppe um Projektleiter Prof. Dr. Thomas Walter überreichen zu können.


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Freuen sich über ein neues "Zentrum für angewandte Forschung an Hochschulen" (ZAFH): Projektleiter Prof. Dr. Thomas Walter von der Hochschule Ulm, Frau Ministerin Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, Prof. Dr. Volker Reuter, Rektor der Hochschule Ulm und Frau Iris Teicher, Kanzlerin der Hochschule Ulm (von links).


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Laborbesuch: Ministerin Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, lässt sich gemeinsam mit Prof. Dr. Volker Reuter, Rektor der Hochschule Ulm, von "MikroSens"-Projektleiter Prof. Dr. Thomas Walter einen Einblick in die Millimeterwellen-Sensorik geben.

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Monica Natale
© September 2015