Prof. Gaida | Interactive Storytelling

DM-Studierende gewinnen den Multimedia-Preis »i-map 2004«




Sechs Studierende aus dem Studiengang Digital Media standen im November 2004 ganz oben auf dem Siegertreppchen. Mit ihrem eingereichten interaktiven Filmprojekt »2 Türen« gewannen die DM-Studierenden Thomas Augustin, Linda Lange, Jürgen Plechinger, Wolfram Schuler, Ramona Schlumberger und Johannes Widmer den Multimedia-Preis »imap 2004«.

Der Preis, mit dem besonders innovative und kreative Multimedia-Projekte ausgezeichnet werden, wird jährlich von der Technischen Universität Ilmenau verliehen. Das interaktive Filmprojekt wurde von Prof. Gaida im Rahmen seines Fachgebietes »Interactive Storytelling« fachlich betreut.

Der preisgekrönte interaktive Film »2 Türen« ist eine Verwechslungs- Komödie mit einem etwas ungewöhnlichen Handlungsort: einer öffentlichen Toilette. Im Zentrum der vielschichtigen Handlungsstränge steht eine Toilettenfrau, die durch das Vertauschen der Schilder an den Türen der Toiletten für viele Überraschungen und teils turbulente Verwicklungen sorgt.

Spiel mit Geschlechterrollen

Trotz der unterhaltsamen und humorvollen Idee ist der Film alles andere als reiner Slapstick. Sehr vielschichtig und subtil behandelt der Film das Thema der Geschlechterrollen in unserer Gesellschaft, spielt dabei gekonnt mit Rollen-Klischees, hinterfragt diese und wandelt sie. Die filmische Handlung wird dabei von mehr als 30 Charakteren getragen, die allesamt - mit jeweils wechselnder Verkleidung – von den sechs Studierenden in sehr überzeugender Weise gespielt werden. Darüber hinaus wird das Schauspielensemble durch eine komplette Frauen-Fussballmannschaft und eine Rockband erweitert.

„Die größte Herausforderung bestand darin, die vielen Storylines so anzuordnen, dass ein logischer Zusammenhang und parallele Handlungsstränge entstanden“, erinnert sich Johannes Widmer. „Wichtig hierbei war, Charaktere zu entwickeln, welche auf skurrile und unterhaltsame Art die Thematik der Geschlechtertrennung in möglichst vielen Varianten widerspiegeln würden.“

Schon während der Arbeiten am Drehbuch machten sich die Studierenden auf die Suche nach einer geeigneten Location für die Produktion. Fündig wurden sie in der Nähe von Ulm, wo sie in einem Musikerheim zwei Wochen lang auch bis spät in die Nacht hinein drehen konnten.

Eigener Soundtrack

Die eingängige und hitverdächtige Filmmusik wurde übrigens eigens für den Film produziert. Thomas Augustin komponierte den Soundtrack selbst und spielte ihn im Tonstudio der Hochschule mit unterschiedlichen Instrumenten professionell ein. Im Film erhielten dann die einzelnen Charaktere - passend zum dramaturgischen Inhalt – ihr jeweils eigenes, immer wieder auftauchendes und unverwechselbares musikalisches Thema.

Im »Interactive Storytelling« werden die Ausdrucksmittel der klassischen Filmgestaltung in den interaktiven Erfahrungsraum übertragen, behutsam modifiziert und zielgruppenspezifisch weiterentwickelt. Letztendlich geht es beim »Interactive Storytelling« auch darum, durch die sinnvolle Integration neuer dramaturgischer Strategien und Strukturen die Inhalte noch effizienter und nachhaltiger erfahrbar zu machen.


Hochschule Ulm
Prof. M.  Gaida
Eberhard-Finckh-Straße 11
89075 Ulm
Fon: +49 (0731) 50-28426
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