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Joachim Lang




Stationen


Feinmechaniker


1981-1985 FH-Studium Feinwerktechnik | ASTA / USTA


Konstrukteur und Projektleiter


Niederlassungsleiter


1994 Gründung von euro engineering


Vorsitzender der VDI-Ortsgruppe Donau-Iller


2001 Gründung der consens-group

No pain - no change: Die Chancen des Lebens ergreifen

Von Null auf 350 Mitarbeiter in nur fünf Jahren lautet die erfolgreiche Bilanz des Unternehmens, das Joachim Lang zwischen 1994 und 1999 sein Eigenes nannte. Die euro engineering Lang und Keppler GmbH mit Sitz in Ulm zählte als Ingenieur-Dienstleister der besonderen Art zu den erfolgreichen jungen Unternehmen ihrer Zeit. Das Erfolgsrezept lässt sich umschreiben mit Fachwissen, Fleiß und Fortune und fußte auf Projektmanagement, hochqualifizierten Mitarbeitern und qualifizierter Weiterbildung.

Schnell hatte sich das Unternehmen im süddeutschen Raum einen Namen gemacht. Die Dynamik, die der gelernte Feinwerkmechaniker gemeinsam mit seinem Partner entfaltete, schien vor dem gesamtdeutschen Markt nicht Halt machen zu wollen. In der DIS AG sahen die beiden Geschäftsführer schließlich einen potenten Partner, das Ziel anzugehen. Sie verkauften euro engineering, mit der Perspektive gemeinsam die Marktführerschaft in Deutschland zu erringen.

Ihr Vorhaben gelang, aber Joachim Lang, die Selbständigkeit in der Leitung eines Unternehmens gewohnt, tat sich schwer in der Rolle des angestellten Geschäftsführers. Zu unterschiedlich waren die Unternehmensphilosophien, als dass er auf Dauer die Fusion mit tragen wollte. Gemeinsam mit Winfried Keppler schied er 2001 aus dem Unternehmen aus. Der Schritt war ihm nicht leicht gefallen, und er hatte herbe Worte seiner Mitarbeiter einstecken müssen. Doch heute nach gut zwei Jahren ist er sich sicher, das Richtige getan zu haben.

Die Neubesinnung mit Anfang 40 rückte andere Lebensaspekte in den Vordergrund: die Familie, das Fliegen und die Begeisterung, neue Netze zu knüpfen. Aus seiner Tätigkeit als VDI-Vorsitzen-der und seiner Verbundenheit zur Fachhochschule Ulm gab es genügend Kontakte. Das Organisieren und Kommunizieren hatte Joachim Lang schon immer gelegen; seine ersten Erfahrungen auf diesem Gebiet sammelte er als AStA-Vorsitzender. Die Kontakte zur FHU hatte er seinerzeit auch zur Entwicklung von euro engineering genutzt. Das Gründungskonzept entstand unterstützt durch Professor Dipl.-Volkswirt Volkmar Liebig und die Zertifizierung nach ISO 9001 in Zusammenarbeit mit dem TQU des Professor Dr.-Ing. Jürgen Bläsing. Warum nicht auch ein Mal etwas zurückgeben? Er zögerte daher nicht lange, als ihn der Rektor in die Kommission zur Entwicklung eines Leitbildes der FHU berief.

Doch ohne berufliche Perspektive mochte Joachim Lang auf Dauer nicht bleiben. Neben der aktiven Mitarbeit im VDI, der Betreuung von Start-up-Unternehmen, sowie der Tätigkeit als Aufsichtsratvorsitzender der InGenics AG, gründete er ein eigenes Beratungsbüro und spezialisierte sich auf die Weitergabe des know-hows zur erfolgreichen Unternehmensführung. Hierzu gehört auch die Entwicklung neuer Produkte auf der Basis einer Ideenwerkstatt und das Headhunting. Mit drei Mitarbeitern und einem kompetenten Netzwerk an erfahrenen Managern und Beratern Neues zu beginnen, sieht er als neue Chance der eigenen Lebensgestaltung und als Motivationsschub. Doch er gibt auch unumwunden zu, Glück gehabt zu haben: das Glück des Tüchtigen beim Aufbau von euro engineering und die Gunst einer sanften Landung zum Neubeginn.

Das Interview zum Porträt führte Dr. Ingrid Horn im Januar 2003.




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Ingrid Horn
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