Die SFI-Ausbildung an der Hochschule Ulm

An der Hochschule Ulm besteht für Studierende (der Hochschule Ulm
und anderer Hochschulen) und für bereits fertig ausgebildete Ingenieure
die Möglichkeit die Zusatzqualifikation zum Schweißfachingenieur zu
erwerben. Die Ausbildung wird in Zusammenarbeit mit der Schweißtechnischen
Lehr- und Versuchsanstalt (SLV) Fellbach GmbH einmal im Jahr durchgeführt.
Damit erschließt Ulm auch geographisch den süddeutschen Raum zwischen
Stuttgart und München. Für den Kurs an der Hochschule Ulm gibt es einige
Besonderheiten, die je nach persönlicher Situation vorteilhaft sein
können. |

Teil 1 wird durch zwei aufeinander
abgestimmte Lehrveranstaltungen der HS Ulm abgedeckt. Dies sind die
Vorlesung „Schweiß-/ Fügetechnik“ und die Laborveranstaltung „Schweißen
und verwandte Verfahren“. In der Laborveranstaltung werden die üblichen
Schweiß-, Löt- und thermische Trennverfahren vorgeführt, aber auch selbst
„erprobt“. Damit ist das Labor auch ein Bestandteil von Teil 2 (s. u.).
Für Studierende der HS Ulm sind diese Veranstaltungen entweder Pflichtfach
oder sie können sich den Besuch als Wahlfach anerkennen lassen.
Studierende anderer Hochschulen können diese Fächer als Gasthörer besuchen
oder vereinbaren die Anerkennung mit ihrer Hochschule. Fertig ausgebildete
Ingenieure können die Teilnahme mit der SLV Fellbach vereinbaren, für
diese Personengruppe ist die Teilnahme kostenpflichtig. Beide
Veranstaltungen werden mit einer Prüfung abgeschlossen. |

Teil 2 wird in Ulm mit einem
zusätzlichen einwöchige Laborpraktikum ergänzt. Nach den kurzen Versuchen
im Semester werden jetzt längere und schwierigere Schweißaufgaben
bearbeitet. Unterstützt wird der Kurs durch praktische Übungen in
elektrischer Messtechnik, der für die Schweißaufgaben relevanten Parameter
und der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung von Schweißnähten. Es werden
aber keine Handfertigkeiten vorausgesetzt. Für Studierende wird eine
Unkostenpauschale zur Deckung der Materialkosten erhoben. Fertig
ausgebildete Ingenieure können die Teilnahme mit der SLV Fellbach
vereinbaren, für diese Personengruppe ist die Teilnahme wie Teil 1
kostenpflichtig. Teilnahmevoraussetzung ist der erfolgreiche Abschluss von
Teil1. |

Teil 3 findet einmal jährlich
statt. Der Hauptteil umfasst vier Wochen vollzeitigen Unterricht und liegt
in der vorlesungsfreien Zeit im Frühjahr zwischen Winter- und
Sommersemester. Die restlichen Stunden werden in Blöcken an Freitagen und
Samstagen abgehalten. Die Teilnahme ist für alle Teilnehmer
kostenpflichtig und wird mit der SLV Fellbach abgerechnet. Studierende
erhalten auf die Kursgebühr einen Rabatt, die Kurskosten liegen 2010 für
sie bei ca. 2.000€. Voraussetzung ist die erfolgreiche Teilnahme an Teil 1
und 2. |

Die mündliche Prüfung
findet üblicherweise an einem Samstag Ende Mai/Anfang Juni statt. Die
Prüfungsgebühren ( 2010 : ca. 600€ Studierende und Externe ) werden
ebenfalls mit der SLV Fellbach abgerechnet. Die Vorteile für Studierende
sind eine kürzere Ausbildung, die Integration eines Teils der Ausbildung
in das Studium und die geringeren Ausbildungskosten. Für externe
Teilnehmer, egal ob Studierende oder fertige Ingenieure, wird der Teil 1
an einem festen Tag in der Woche angeboten, d. h. Vorlesung und
Laborveranstaltung können damit parallel zu Beruf oder Ausbildung
wahrgenommen werden. Auch für fertige Ingenieure hat die Ausbildung in Ulm
Vorteile. Der Vollzeit-Block beträgt nur 4 Wochen statt 3 Monate an den
anderen Ausbildungsstätten. Der Rest der Ausbildung kann mit einem
Arbeitstag/Woche parallel zur beruflichen Tätigkeit erfolgen. Es gibt aber
auch an den einzelnen SLVen besondere Angebote wie Wochenendkurse
etc. |

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