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Die Ausbildung allgemein

Die Ausbildung in Deutschland wurde vom DVS ( Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e. V. ) entwickelt. Sie folgt der DVS-IIW- Richtlinie 1170. Der Zusatz IIW ( International Institute of Welding ) zeigt an, dass die Inhalte international abgestimmt sind und die Ausbildung sich heute nicht nur national in Deutschland oder in Europa, sondern international, d. h. weltweit etabliert hat.

Die Absolventen erhalten heute mit der bestandenen Abschlussprüfung drei Zertifikate, den deutschen „Schweißfachingenieur“ der DVS-PersZert®, den „European Welding Engineer“, der von der European Welding Federation für das Gebiet der EU vergeben wird, und den „International Welding Engineer“, der vom International Institute of Welding als weltweiter Zusammenschluss von 54 nationalen Schweißverbände vergeben wird. Die beiden letzten Zertifikate werden in englischer Sprache vergeben.

So wie die Ausbildung heute international abgestimmt ist, so sind auch die formalen Einsatzmöglichkeiten im Arbeitsprozess international abgestimmt. Der hier ausgebildete Schweißfachingenieur kann also problemlos im Ausland arbeiten und hat speziell in Ländern, die erst vor kurzem eine solche Ausbildung eingeführt haben, sehr gute Beschäftigungschancen. Die Ausbildung zum Schweißfachingenieur besteht aus drei Teilen. Teil 1 und 3 sind theoretische Ausbildungsblöcke (Vorlesungen), Teil 2 ist ein praktischer Teil in der Schweißwerkstatt.

Die gesamte Ausbildung umfasst 480 Stunden. Sie findet in Deutschland an den Schweißtechnischen Lehr- und Versuchsanstalten (SLV) statt, die hierfür von der DVS-PersZert® qualifiziert sind. Es gibt heute in Deutschland 10 SLVen in Berlin, Duisburg, Fellbach bei Stuttgart, Halle, Hamburg, Hannover, Mannheim, München, Rostock und Saarbrücken. Damit ist die Teilnahme bei diesen Kursstätten oft mit einem externen Aufenthalt von ca. 13 Wochen verbunden, was zusätzliche Kosten bedeutet.

Die Ausbildungsteile können zeitlich getrennt und an unterschiedlichen Kursstätten absolviert werden. Die Ausbildung ist kostenpflichtig. Die Gesamtausbildung kostet im Jahr 2010 inkl. Prüfung ca. 6300€ ohne Rabatt.


Hochschule Ulm
Abteilung Fertigungstechnik Fachgebiet FGT
Prittwitzstraße 10
89075 Ulm
ifwhs-ulm.de





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Petra Depfenhart
© Januar 2010