Ausstattung

Das Labor für Schweißtechnik der Hochschule Ulm verfügt über eine
umfassende gerätetechnische Ausstattung, um alle gängigen Schweißverfahren
vorzuführen, sowie Forschungsarbeiten und Industrieaufträge bearbeiten zu
können: |

Handschweißverfahren Neben den
klassischen Verfahren, wie dem Gasschmelzschweißen, Löten und
Lichtbogenhandschweißen, wird das MIG-/MAG-Schweißen auch mit modernsten
Stromquellen mit Impulslichtbogen und „kaltem Lichtbogen“ durchgeführt.
Hier stehen Geräte unterschiedlichster Hersteller zur Verfügung. Das
WIG-Schweißen erfolgt ebenfalls an modernen Stromquellen und kann durch
die zentrale Versorgung auch mit den unterschiedlichsten Gasen erfolgen.
Schweißversuche mit MIG/MAG- und WIG-Anlagen werden, zur Sicherstellung
konstanter Parameter, auch an einem Verfahrtisch durchgeführt. |

Unterpulverschweißen (UP) Eine
moderne Anlage des Herstellers Lincoln (PowerWave AC/DC 1000) ermöglicht
das Verschweißen mit Gleich- und Wechselstrom und mit zahlreichen
veränderbaren Parametern wie Balance, Frequenz und Offset. Die Anlage ist
zudem mit einem Tandem-Brenner auf 2,5 m Linearachse ausgestattet.
Hierdurch lassen sich optimale Schweißergebnisse und hohe
Abschmelzleistungen erzielen. |

Plasmaschweißen Das Plasmaschweißen
erfolgt an einer modernen Anlage des Herstellers EWM vom Typ Tetrix 350
AC/DC. |

Abbrennstumpfschweißen Die Anlage
der Fa. Miebach (Typ SA20) verfügt über einen maximalen Kurzschlussstrom
von 32,1 kA mit einem variablen Backenabstand von 5 bis 50 mm. Die
maximale Stauchkraft beträgt 20,0 kN. Die Maschine ist komplett überholt
und mit neuester Regelungstechnik ausgestattet. |

Widerstandsschweißverfahren Das
Punktschweißen mit einer stationären Gleichstrom-Einphasen-Anlage des
Hersteller DALEX (Typ PMS 11-4 G1) erfolgt mit einem Höchst-Schweißstrom
von 46,4 kA und mit Messtechnik zur Strom- und Spannungsmessung. Zum
mobilen Einsatz steht eine Punktschweißzange der Fa. Elmatech mit
modernster Regelungstechnik zur Verfügung. Das Rollnahtschweißen erfolgt
an einer Anlage der Fa. PECA. Bolzenschweißungen mit Hubzündung sind an
einer Anlage der Fa. Köco möglich. |

Automatisiertes Schweißen Das
automatisierte Schweißen ist ein fester Bestandteil heutiger
Fertigungslinien. Im Labor steht eine moderne Roboterschweißzelle zur
Verfügung. Sie ist ausgestattet mit einem Roboter der Fa. KUKA (6 kg
Tragkraft) und einem Drehtisch mit verschiedenen Werkstück-Vorrichtungen.
Zum MIG/MAG-Schweißen können unterschiedliche Stromquellen angeschlossen
werden. |

Brennschneidverfahren Blechtafeln
bis zu einer Größe von 1000 x 2000 mm, können auf einer autogenen
Brennschneidanlage der Fa. Zinser zugeschnitten werden. Die Anlage verfügt
über eine Steuerung mit optischer Abtastung für Zeichnungen. Außerdem
können Bauteile mittels einer Plasmaschneideanlage geschnitten
werden. |

Zur Vorbereitung der Schweißteile
stehen eine Tafelschere für max. 1000 mm breite Bleche (max. 10 mm Stahl,
5 mm CrNi Stahl) und ein Kantenfräser zur Verfügung. |

In einer Werkstatt für mechanische
Bearbeitung können Werkstücke, Schweißteile oder Vorrichtungen
für das Labor gebaut werden. Ständerbohrmaschinen zum Bohren von Stahl bis
40 mm, eine Drehmaschine und Band- und Kreissägen sind vorhanden. Ferner
können aus Proben von Schweißnähten Schliffe erzeugt werden, um
metallographische Bewertungen zu treffen. Entsprechende Geräte zum
Feinschleifen, Ätzen und in Kunststoffgießen sind vorhanden. Die
Auswertung erfolgt mittels Mikroskop bzw. fotografisch über das Mikroskop.
Hier besteht enge Zusammenarbeit mit dem Werkstoffprüflabor der
Hochschule. So können Proben der Schweißnaht oder des Grundwerkstoffs
metallographisch, zerstörend bzw. zerstörungsfrei untersucht werden.
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Zur Bewertung von Schweißprozessen
werden moderne Geräte eingesetzt. Eine Hochgeschwindigkeitskamera der Fa.
Redlake, zur Aufnahme des Lichtbogens mit bis zu 10000 Bildern/s und
Messwerterfassung für Spannungs- und Stromverlauf, ermöglicht die
Optimierung von Schweißprozessen und Stromquellen. Darüber hinaus erfolgt
die Auswertung mit neuen Analyse- und Messgeräte mit entsprechender
Software. |

Zur Ausbildung von Studenten und angehenden Schweißfachingenieuren
stehen eigene Arbeitsplätze (7 Kabinen)
mit Arbeitstisch und Schweißrauchabsaugung zur Verfügung. |

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