Ein Studienpaket für die Energiewende

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Die Hochschule Ulm antwortet auf die Herausforderungen der
Energiewende mit einem Paket aus drei neuen Studiengängen im Bereich
Energietechnik und Energiewirtschaft. Sie liefert damit einen
wesentlichen Beitrag zur Sicherung des hierfür dringend benötigten
Nachwuchses an Fach- und Führungskräften in Unternehmen und öffentlichem
Dienst. Gleichzeitig baut sie ihren Standort in der Ulmer
Wissenschaftsstadt auf dem Oberen Eselsberg weiter aus.

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Die Energiewende ist eine Mega-Aufgabe für die Gesellschaft. Um die
Nutzung fossiler Energieträger durch den Ausbau alternativer und
regenerativer Technologien zurückzudrängen, benötigen Industrie und
Wirtschaft Fach- und Führungskräfte mit anwendungsrelevantem Wissen. Die
beiden neuen Bachelor-Studiengänge Internationale Energiewirtschaft und
Energiesystemtechnik sorgen für das berufsqualifizierende Fundament, während
für die wissenschaftliche Weiterqualifikation der neue Master-Studiengang
Elektrische Energiesysteme und Elektromobilität zur Verfügung steht. „Das
ist das richtige Studienangebot zur richtigen Zeit und am richtigen Ort!“,
ist Professor Dr. Achim Bubenzer, Rektor der Hochschule Ulm,
überzeugt. |

Die drei Studiengänge setzen auf der seit über 20 Jahren bewährten
Vier-Punkte-Strategie der Hochschule Ulm in Sachen Energie auf, die 1991 mit
der Einrichtung des Studienschwerpunktes Energietechnik für alle klassischen
Ingenieurstudiengänge begann: Minimierung des Energiebedarf, rationelle
Energienutzung, Einsatz erneuerbarer Energien und wirtschaftlicher Umgang
mit Energie. Sie hat dazu beigetragen, dass vor allem in Zusammenarbeit mit
der Stadt Ulm das systematisch aufgebaute Wissen um eine moderne
Energietechnik auch in der Energieversorgung und der Gebäudetechnik vor Ort
umgesetzt wird. „Die Stadt Ulm und die Hochschule Ulm sind so zum
Wegbereiter für ein in Baden-Württemberg herausragendes Versuchs- und
Demonstrationsfeld moderner, nachhaltiger Energietechnik und
Energiewirtschaft geworden“, erläutert der Rektor. Wissen und Erfahrungen
dieser Art sind seit der Katastrophe von Fukushima wichtiger und gefragter
denn je. |

Im Mittelpunkt des Bachelor-Studiengangs Internationale Energiewirtschaft (IEW) steht der
intelligente Umgang mit dem knappen Wirtschaftsgut Energie, der naturgemäß
keine Ländergrenzen kennt. Kennzeichnend für den Studiengang sind die enge
Verknüpfung der Fachgebiete Energietechnik, Informatik und
Betriebswirtschaftslehre sowie ein Pflichtsemester an einer ausländischen
Partnerhochschule. Die ersten Studierenden werden zum Wintersemester 2012/13
zugelassen werden. Pro Semester stehen jeweils 40 Studienplätze zur
Verfügung. |

Der Bachelor-Studiengang Energiesystemtechnik
(ES) vermittelt die Grundlagen über zukunftsweisende Verfahren in
der Bereitstellung von und im Umgang mit Energie: von der modernen
Kraftwerkstechnik über die Brennstoffzelle bis zur Photovoltaik und die für
deren effizienten Einsatz notwendige Systemtechnik. Absolventen dieses
Studiengangs sind bestens ausgerüstet, um umfassende technische Lösungen für
die Realisierung der Energiewende zu finden und zu realisieren. Ab dem
Wintersemester 2012/13 werden 35 Studienplätze pro Semester zur Verfügung
stehen. |

Der Master-Studiengang Elektrisch Energiesysteme
und Elektromobilität (EE) vertieft das technische und funktionale
Wissen hinsichtlich der Entwicklung und Nutzung elektrochemischer
Stromquellen, die Bewirtschaftung elektrischer Netze und den Einsatz
elektrischer Antriebe. Dieser Studiengang startet bereits zum Sommersemester
2012. |

Mit dem neuen Studienangebot stößt die Hochschule Ulm an ihre
räumlichen Grenzen. Allein durch den Studiengang IEW werden letztlich 250
Studierende hinzukommen, für die Seminarräume benötigt werden. Am Standort
Albert-Einstein-Allee wird deshalb gegenwärtig der Anbau eines
Seminar-Traktes an den bestehenden Gebäudekomplex geplant. Aus Mitteln des
Landesprogramms „Hochschule 2012“ werden neben den Seminarräumen auch
Büroräume für Professoren und Mitarbeitern sowie für eine kleine
Verwaltungseinheit entstehen. Insgesamt wird es sich um eine Nutzungsfläche
von 735 Quadratmetern handeln, die zum Sommersemester 2014 in Betrieb
genommen werden soll. Die Kosten werden auf 2,5 Mio Euro veranschlagt. Laut
Dipl.-Arch. Wilmuth Lindenthal, Leiter des Amtes Ulm Vermögen und Bau,
handelt es sich um ein äußerst wirtschaftliche Baumaßnahme, da der Anbau am
Bestand erfolgt. |

Ansprechpartner für die Bachelor-Studiengänge: Prof. Dr.-Ing. Josef
Kurfess, Fakultät Produktionstechnik und Produktionswirtschaft Fon 0731 50
28 126; E-Mail kurfess@hs-ulm.de |

Ansprechpartner für den Master-Studiengang: Prof. Dr.-Ing. Wolfgang
Schroer, Wissenschaftlicher Leiter der Graduate School Fon 0731 50 28 171;
E-Mail schroer@hs-ulm.de; www.hs-ulm.de/graduateschool |

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