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Informatik-Pionier Joseph Weizenbaum im Film



Der Dokumentarfilm „Weizenbaum. Rebel at Work“ wird am Dienstag, dem 01. April 2008, erstmals in Ulm zu sehen sein. Präsentiert wird er im Beisein der österreichisch-deutschen Filmemacher Silvia Holzinger und Peter Haas in der Aula der Hochschule Ulm, Campus Prittwitzstraße 10, Beginn 19:00 Uhr.

Der preisgekrönte Film porträtiert das Leben und Wirken des deutsch-amerikanischen Informatik-Pioniers Joseph Weizenbaum, der Anfang März 2008 in Gröben bei Berlin verstorben ist. Sein Name wird jedoch mit der Geschichte des Computers untrennbar verbunden bleiben. Er ist der Vater des Computer-Programms ELIZA und entwickelte sich im Laufe seines Lebens zu einem der vehementesten Computer- und Medienkritiker. Aus diesen Gründen war er bereits zu seinen Lebzeiten eine Kultfigur.

Die Familie des gebürtigen Berliners wanderte 1936 in die USA aus. Dort studierte Joseph Weizenbaum zunächst Mathematik und arbeitete anschließend eine Zeit lang als System-Ingenieur bei General Electric. 1970 erhielt er eine Professur für Computer Science am Massachusetts Institute of Technology, wo er das Programm ELIZA entwickelte, mit dem er die Verarbeitung der menschlichen Sprache demonstrierte. Diese Entwicklung gilt als Meilenstein der Künstlichen Intelligenz.

Der Reiz des Films liegt in dem Talent von Joseph Weizenbaum, die Geschichte der Informatik und seine eigene anschaulich und anekdotenhaft zu erzählen. Dadurch eröffnet er dem Zuschauer einen faszinierenden Zugang zu der an sich eher spröden Wissenschaft und ihren gesellschaftlichen Konsequenzen. Der Film wurde mit dem Wolfgang von Kempelen-Preis für Informatikgeschichte ausgezeichnet. An die Hochschule Ulm geholt hat ihn Professor Dr. Günter Gramlich, der als Mitglied der Fakultät Grundlagen das Fach Mathematik lehrt. Die beiden Filmemacher stehen im Anschluss an die Vorführung den Besuchern für eine Diskussion zur Verfügung.

Der Eintritt ist frei.

Autor: Ingrid Horn




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